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Das  Exemplar  Anderhub

Rugendas I, Georg Philipp (1666 Augsburg 1742). Diversi Pensieri. Landleute zu/mit Pferde(n). Folge von 8 Blatt. Radierungen. Bezeichnet: Diversi Pensieri p(er) Georgio Filippo Rugendas Pittore. Aug: Vind: 1699. Jeremias Wolff excudit Cum Privilegio Sac: Cæsar: Maiest. 1. (Titel) bzw., variierend, I. Wolff exc(ud). (Aug. Vind.) C(um). P(riv). S(ac). C(æc bzw. æs). M(aj). 2. (bis 8.). 11,6-11,8 x 14,1-14,2 cm. Geheftet.

Provenienz

J. H. Anderhub

J. H. Anderhub

mit dessen 1937er Exlibris EX BIBLIOTHECA J. H. ANDERHUB
unter seiner Büsten-Silhouette

Teuscher 23-30, I (von III, recte IV) nebst Abbildungen; Stillfried 20-27; Kunstlager-Catalog Weigel IX, 1840, 10.321 + VI, 7133 (Zustand II mit der Ridinger-Adresse nebst Datum 1750 bei Fortfall des Privilegvermerks); Schwarz, Ridinger-Slg. von Gutmann, 1910, XXVIII (nur 7 Bll.), Zustand II (Titel) bzw. II, 1 (Rid.-Adresse ohne Datum).

Bll. 1, 5 + 8 mit Wz.-Torso. – Mit 2-2,5 cm breitem partiell schwach stockigem Rand, nur der Titel auch im Bild ebenso und im weißen Rand etwas stärker. – Linksseits auf Montagekarton von 1919 aufgelegt. – Die Falzstreifen der Blätter tlw., von Bl. 8 ganz, gerissen, doch säurefrei verstärkt.

Georg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri IGeorg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri IIGeorg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri IIIGeorg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri IVGeorg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri VGeorg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri VIGeorg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri VIIGeorg Philipp Rugendas I, Diversi Pensieri VIII

Die  reizvolle  Folge  „bukolischen  Inhalts“

gleich den „Capricci“ von 1698 (Gode Krämer in Katalog Augsburg), erfüllt von der Poesie des intimen Rugendas jenseits von Schlachtenlärm und auch hier Wilhelm Schmidt’s vor hundert Jahren in der ADB gezogenes résumé bestätigend, wonach er

„ Zweifellos … , unter bessere Verhältnisse versetzt, etwa in den Niederlanden um 1650 lebend, ein Künstler geworden sein (würde), der seine

sämtlichen  Pferde-  und  Schlachtenconcurrenten  überflügelt  hätte .“

Die für die Übertragung aufs Kupfer gearbeiteten durchgegriffelten und rückseits gerötelten Bleistift-Vorzeichnungen im Gegensinn in Braunschweig, während sich für die Bll. 2, 6, 7 + 8 „sehr genaue gleichseitige und maßgleiche Zeichnungen (braune Feder) ohne Spuren zur Übertragung“ in Augsburg befinden, bei denen es sich keinesfalls um „Kopien nach den Radierungen“ handele und handeln könne, wie seitens Heusinger’s im 1987er Braunschweiger Ausstellungskatalog „Das gestochene Bild“ vertreten. Siehe hierzu Kat. Augsburg ad Pos. 26 + 29. Hier denn nun die von Rugendas selbst so betitelten graphischen Pensieris

im  Erstzustand  adäquater  Provenienz

mit der Adresse von Jeremias Wolff (1663-1724), von Weigel 1840 mit 1 Tlr. 8 Gr. ganz sichtbar abgesetzt bewertet gegenüber den nur 10 Groschen für den fünfzig Jahre späteren Zweitzustand, obgleich jener „sich … nicht vom Zustand der 1. Auflage unterscheidet“ (Kat. Augsburg ad Nr. 30), mit Ausnahme gleichwohl der in Ridinger geänderten Adresse, die zunächst nebst Datum 1750, sodann ohne letzteres erscheint und von Teuscher (23) entsprechend in II + II,1 unterteilt wird. Woraus sich recte 4 Zustände ergeben. T. III (recte denn IV) 1824 bei Herzberg in Augsburg, wie aber nur per T. 23 eigens dokumentiert. Das Erscheinen zudem belegt per Legende Kat. Augsburg, Nr. 26.

Figurierte, wie auch weitere Graphik, nicht auf der 1963er Bücher-Versteigerung der „Bibliotheca Hippologica I. H. Anderhub“. Hier denn in rostrotem Umschlag, (eigenhändig?) beschriftet „Rugendas / Diversi Pensieri / 8 Bl / Wolff A. V. 1699 / complett s. Stillfried S. 1 No. 20-27“.
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(Mr. J. G., February 21, 2003)